Leonberger Kreiszeitung
Leonberg
Bürgerentscheid zur Bäderfrage kommt
Michael Schmidt , veröffentlicht am 31.01.2012
Die Leonberger Bürger dürfen über
die Zukunft ihres Hallenbades entscheiden.
Am 25. März wird es
einen Bürgerentscheid gegen den Gemeinderatsbeschluss
geben, das Sportzentrum
samt Hallenbad abzureißen. Mehr als 5600
abstimmungsberechtigte Leonberger hatten
ein Bürgerbegehren unterschrieben
und darin eine Sanierung gefordert.
Wie bereits im vergangenen November
hat gestern Abend eine knappe Mehrheit
von 18 zu 17 Stadträten am Abrissbeschluss
festgehalten. Anders war lediglich der Abstimmungsmodus
im Gemeinderat: statt
einer namentlichen Abstimmung gab es
dieses Mal eine geheime. Vor allem die
selbstständig tätigen Räte befürchteten
„wirtschaftliche Nachteile durch ihr Ratsmandat“.
Die Ablehnung des Bürgerbegehrens
führt formaljuristisch automatisch zu
einem Bürgerentscheid. Am 25. März, so
die Pläne der Stadtverwaltung, sind dann
rund 34 000 Leonberger an die Abstimmungs-
Urnen gerufen. Sagen mehr als
8500 „Ja“ zu einer Sanierung, ist das verbindlich.
In jedem Fall muss der Gemeinderat
danach die Sache aber nochmals behandeln.
Die Neubau-Befürworter sehen deshalb
den Entscheid positiv: „Ein Bürgerentscheid
kann uns dabei helfen, einen Raum
für den öffentlichen Diskurs zu finden“,
sagte beispielsweise der Neubau-Befürworter
Wolfgang Schaal. Auch die CDUFraktionschefin
Elke Staubach wies darauf
hin, dass ein auch knappes Ja zur Sanierung
im Gemeinderat „heute kaum eine tragfähige
oder repräsentative Entscheidung ist“.
Sanierungsbefürworter wie Dieter Vestner
(Freie Wähler) appellierten vergeblich:
„Heute haben wir in der Hand, ob in unserer
Stadt wieder Friede eingekehrt.“
Christa Weiß von der SPD bedankte sich
bei den Bürgern, die mit ihrem Einsatz das
Bürgerbegehren möglich gemacht haben:
„Sonst hätten wir womöglich schon jetzt
eine Abrissruine statt einem sanierungswerten
Sportzentrum. Wenn wir dem Begehren
heute stattgeben, würden wir viel
Geld sparen und hätten den Kopf frei für
andere Dinge“, lautete auch ihr Appell. Die
Hauptkritik aus der SPD, die sich auch der
FDP-Fraktionschef Dieter Maurmaier anschloss:
„Wer jetzt für das Bürgerbegehren
ist, hofft darauf, dass das Quorum nicht erreicht
wird und die eigene Meinung obsiegt“,
sagte der. „Wenn 5600 Bürger das
Begehren unterschrieben haben, ist es bis
zum Quorum nicht mehr weit“, sagte er.
Der Grünen-Fraktionschef Bernd Murschel
betonte, dass er einen „Bürgerentscheid
für ein Zeichen von mehr Transparenz“
hält. Bereits im vergangenen Jahr
hätten seine Grün-Alternative Bürgerliste
das ins Gespräch gebracht. Das technische
K.O. des Sportzentrum habe den Gemeinderat
dann „zeitlich überrollt“. (Ausführlicher
Bericht morgen) mic
Am 25. März wird es
einen Bürgerentscheid gegen den Gemeinderatsbeschluss
geben, das Sportzentrum
samt Hallenbad abzureißen. Mehr als 5600
abstimmungsberechtigte Leonberger hatten
ein Bürgerbegehren unterschrieben
und darin eine Sanierung gefordert.
Wie bereits im vergangenen November
hat gestern Abend eine knappe Mehrheit
von 18 zu 17 Stadträten am Abrissbeschluss
festgehalten. Anders war lediglich der Abstimmungsmodus
im Gemeinderat: statt
einer namentlichen Abstimmung gab es
dieses Mal eine geheime. Vor allem die
selbstständig tätigen Räte befürchteten
„wirtschaftliche Nachteile durch ihr Ratsmandat“.
Die Ablehnung des Bürgerbegehrens
führt formaljuristisch automatisch zu
einem Bürgerentscheid. Am 25. März, so
die Pläne der Stadtverwaltung, sind dann
rund 34 000 Leonberger an die Abstimmungs-
Urnen gerufen. Sagen mehr als
8500 „Ja“ zu einer Sanierung, ist das verbindlich.
In jedem Fall muss der Gemeinderat
danach die Sache aber nochmals behandeln.
Die Neubau-Befürworter sehen deshalb
den Entscheid positiv: „Ein Bürgerentscheid
kann uns dabei helfen, einen Raum
für den öffentlichen Diskurs zu finden“,
sagte beispielsweise der Neubau-Befürworter
Wolfgang Schaal. Auch die CDUFraktionschefin
Elke Staubach wies darauf
hin, dass ein auch knappes Ja zur Sanierung
im Gemeinderat „heute kaum eine tragfähige
oder repräsentative Entscheidung ist“.
Sanierungsbefürworter wie Dieter Vestner
(Freie Wähler) appellierten vergeblich:
„Heute haben wir in der Hand, ob in unserer
Stadt wieder Friede eingekehrt.“
Christa Weiß von der SPD bedankte sich
bei den Bürgern, die mit ihrem Einsatz das
Bürgerbegehren möglich gemacht haben:
„Sonst hätten wir womöglich schon jetzt
eine Abrissruine statt einem sanierungswerten
Sportzentrum. Wenn wir dem Begehren
heute stattgeben, würden wir viel
Geld sparen und hätten den Kopf frei für
andere Dinge“, lautete auch ihr Appell. Die
Hauptkritik aus der SPD, die sich auch der
FDP-Fraktionschef Dieter Maurmaier anschloss:
„Wer jetzt für das Bürgerbegehren
ist, hofft darauf, dass das Quorum nicht erreicht
wird und die eigene Meinung obsiegt“,
sagte der. „Wenn 5600 Bürger das
Begehren unterschrieben haben, ist es bis
zum Quorum nicht mehr weit“, sagte er.
Der Grünen-Fraktionschef Bernd Murschel
betonte, dass er einen „Bürgerentscheid
für ein Zeichen von mehr Transparenz“
hält. Bereits im vergangenen Jahr
hätten seine Grün-Alternative Bürgerliste
das ins Gespräch gebracht. Das technische
K.O. des Sportzentrum habe den Gemeinderat
dann „zeitlich überrollt“. (Ausführlicher
Bericht morgen) mic
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