Jane's Journey
Ein Leben im besten Licht
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 02.09.2010
Filmbeschreibung
Der Schimpansenbulle macht sich wichtig. Er kreischt herum, dann rennt er mit Karacho auf die still dahockende Jane Goodall zu, ein veritabler Scheinangriff, der, sollte das imponierwütige Vieh im Vorbeirennen zu weit auskeilen, mit einer bösen Verletzung enden könnte. Die Primatenforscherin Goodall aber bleibt entspannt, heiter, freundlich, zeigt ein Vertrauen gegenüber der Natur, das ihr das Überschreiten von Grenzen möglich gemacht hat. Die heute 76-jährige Britin Goodall hat im afrikanischen Busch mit den zänkischen, in ihrem vorteilsbedachten Aggressionsrepertoire uns sehr ähnlichen Schimpansen gelebt und viele neue Einblicke in die Natur unserer nahen Verwandten gewonnen.
Lorenz Knauers Dokumentarfilm "Jane"s Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall" führt uns noch einmal Bilder aus jenen Jahren vor, lässt auch ein wenig hinter die Arbeit blicken und zumindest ahnen, dass diese Lebensform private Opfer gefordert hat. Doch wir sehen auch, was danach kam und bis heute anhält.
Jane Goodall hat sich nämlich vor zwei Jahrzehnten aufgemacht, mit schwierigeren Partnern als Affen zu kommunizieren. Sie reist seit damals rastlos um den Globus, als Advokatin einer anderen Politik, die den Raubbau an der Natur beenden soll. Für Goodalls Charisma ist die Kamera kein Hindernis, wir erleben die UN-Friedensbotschafterin und Spendeneintreiberin einer eigenen Stiftung nie anders als berückend. Allerdings hat sich Knauer auch sichtlich entschlossen, einen bruchlosen Werbefilm für die gute Sache zu drehen: Wir sehen ein Leben im besten Licht.
Lorenz Knauers Dokumentarfilm "Jane"s Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall" führt uns noch einmal Bilder aus jenen Jahren vor, lässt auch ein wenig hinter die Arbeit blicken und zumindest ahnen, dass diese Lebensform private Opfer gefordert hat. Doch wir sehen auch, was danach kam und bis heute anhält.
Jane Goodall hat sich nämlich vor zwei Jahrzehnten aufgemacht, mit schwierigeren Partnern als Affen zu kommunizieren. Sie reist seit damals rastlos um den Globus, als Advokatin einer anderen Politik, die den Raubbau an der Natur beenden soll. Für Goodalls Charisma ist die Kamera kein Hindernis, wir erleben die UN-Friedensbotschafterin und Spendeneintreiberin einer eigenen Stiftung nie anders als berückend. Allerdings hat sich Knauer auch sichtlich entschlossen, einen bruchlosen Werbefilm für die gute Sache zu drehen: Wir sehen ein Leben im besten Licht.
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